Acht Betten auf neuer Urologie-Station

Donnerstag 22. Juli 2010 13:12 Uhr
Von: Marianne Dämmer (Waldeckische Landeszeitung)

Weitere Belegabteilung am Korbacher Krankenhaus · Praxisärzte erweitern Angebot · Operationen möglich

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Das Korbacher Stadtkrankenhaus hat eine neue Belegstation: Die Ärzte der urologischen Praxis „Urologie Nordhessen“ dürfen in der Klinik ab sofort auch operieren.

Korbach. Die urologische Praxis, die seit 2007 am Krankenhaus angesiedelt ist, musste Patienten für Operationen bislang an andere Kliniken verweisen. Das ist jetzt nicht mehr nötig: Der Krankenhausplan des Landes Hessen erlaubt ab sofort auch urologische Operationen und entsprechende Nachsorge in der Korbacher Hessenklinik.

Die Belegabteilung umfasst acht Betten und wird von den Urologen geleitet, die auch gemeinsam in der Praxis tätig sind: Dr. Dirk Gumbel, Dr. Alexander Otto, Dr. Marc Ohlemann und Heiko Velte. Die Ärzte haben ihre Erfahrungen in anderen Kliniken gesammelt und leiten weitere Praxisstandorte in Warburg und Wolfhagen. „Nachdem wir im September 2007 die Praxis übernommen hatten, kristallisierte sich schnell ein hoher Bedarf an urologischer Intensiv-Behandlung heraus“, erklärt Dr. Marc Ohlemann die Beweggründe, eine Belegstation für Urologie im Stadtkrankenhaus einzurichten.

Mitte 2009 brachten Krankenhaus und Stadt eine Änderung des Krankenhausplans mit Anträgen ins Rollen und schafften dann die notwendige medizinische Technik für den Operationssaal an. Einen „sechsstelligen Betrag“ gab die Klinik für die fachgerechte moderne OP-Ausstattung aus. Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich betonte, die neue Belegstation sei sinnvoll, weil das erweiterte Angebot zur wirtschaftlichen Sicherung des insgesamt 228 Betten zählenden Stadtkrankenhauses beitrage.
Der Ärztliche Direktor, Dr. Arved-Winfried Schneider, bezeichnete sie auch aus Sicht der Patienten als wertvoll, denn sie stelle außerdem die Versorgung der Bevölkerung sicher. Da vor allem ältere Menschen zunehmend mit urologischen Problemen zu kämpfen hätten, seien wohnortnahe Intensiv-Behandlung und Nachsorge möglich.
„Das ist eine gute Nachricht bei einer älter werdenden Bevölkerung“, unterstrich Dr. Schneider. Schon jetzt bestehe eine gute Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen des Krankenhauses.

Das Operations-Spektrum der Belegstation soll im Laufe eines Jahres so weit gesteigert werden, dass nur noch vereinzelt Patienten in spezielle Zentren verwiesen werden sollten – zum Beispiel Kinder, die operiert werden müssen, erklärt der Urologe Heiko Velte. Unter anderem sollen endoskopische Operationen an Prostata und Blase ebenso vorgenommen werden wie die operative Behandlung von Nieren- und Harnleitersteinen oder Tumoren. Die vier Urologen, die die Station von nun an rund um die Uhr betreuen, rechnen mit rund 600 Operationen jährlich.

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