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Neue Technologie gegen „dicken Bauch“

Mittwoch 26. Oktober 2011 15:28 Uhr
Von: Claudia Schneider (Öffentlichkeitsarbeit)

Innovatives Verfahren in der Endoskopie

Bildunterschrift siehe Textende

In den letzten Jahren sind Endoskopien (Spiegelungen des Magen-Darm-Traktes) wie die Gastroskopie (Magenspiegelung) und Coloskopie (Darmspiegelung) dank des medizinischen Fortschritts zu einem für Patienten sehr schonenden und wenig belastenden Untersuchungsverfahren geworden.
Durch so genannte sedierende Medikamente schläft der Patient und bekommt von der Untersuchung nichts mit. Geblieben waren bis dato jedoch Beschwerden durch die zur Entfaltung von Magen und Darm über das Endoskop eingeblasene Luft, ohne die Organe nicht inspiziert werden können. Bislang wurde hierfür Raumluft verwendet, die nach der Untersuchung nur langsam wieder aus dem Körper entweichen kann. Patienten litten dadurch häufig an einem aufgeblähten Bauch.
Seit Kurzem stehen erstmals Systeme zur Verfügung, die zur Darmentfaltung Kohlendioxid (CO2) verwenden. Dieses Gas kann 120-mal schneller durch die Darmwand abtransportiert und über die Atemluft ausgeatmet werden.
„Unmittelbar nach Markteinführung des Systems haben wir diese innovative Technologie auch nach Korbach geholt und alle Endoskopie-Einheiten damit ausgestattet. So wird nun routinemäßig bei allen endoskopischen Untersuchungen CO2 zur Entfaltung des Magen-Darm-Traktes insuffliert“, erläutert Dr. Arved-Winfried Schneider, Chefarzt der Medizinischen Klinik im Stadtkrankenhaus Korbach. „Unsere Patienten sind überaus zufrieden und klagen nun nicht mehr über „einen dicken Bauch“ nach der Untersuchung!“.
Es sei unverzichtbar, neue Verfahren wie dieses stetig in den Routinebetrieb zu integrieren, erklärt Dr. Schneider. Nur so werde eine innovative Medizin mit optimaler Behandlungsqualität für den Patienten gewährleistet.

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