Nähere Informationen zum ACT

  • Entnahme und Anzüchtung des Knorpelmaterials
    In einer Kniespiegelung wird gesunder Knorpel entnommen. Die gewonnenen Proben werden in Speziallabor geschickt und dort verarbeitet. Anfänglich sind in dem gewonnen Material nur wenige Knorpelzellen. Diese werden isoliert und in geeigneten Medien angezüchtet und vermehrt. Bei ausreichender Zellanzahl wird das „neue Knorpelmaterial“ an das Krankenhaus zurück geschickt.
  • Implantation des gezüchteten Knorpelmaterials
    Das Einbringen der gezüchteten Knorpelzellen erfolgt in der Regel sechs Wochen nach der Entnahme. Die Knorpelzellen werden unmittelbar vor der Operation in Form einer speziellen Lösung angeliefert. Bei der Operation wird der geschädigte Knorpel bis auf den Knochen abgetragen. Je nach Lokalisation des Knorpeldefektes wird das gezüchtete Knorpelgewebe offen oder transarthroskopisch aufgetragen.
  • Nachbehandlung
    In der postoperativen Phase werden unsere Patienten von einem interdisziplinären Team, bestehend aus Unfallchirurgen, Physiotherapeuten und Pflegepersonal, behandelt und betreut. Die Form und Dauer der Nachbehandlung richtet sich nach Ausmaß und Lokalisation des behandelten Knorpeldefekts. Zunächst wird das Kniegelenk durch den Gebrauch von Unterarmgehstützen entlastet. Die Steigerung der Belastung erfolgt nach sechs Wochen. Ein individuell festgelegtes Rehabilitationsprogramm beginnt direkt nach der Operation.