05631 569-0

Orthopädie, Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie

Die Abteilung ist zertifiziert als regionales Traumazentrum im Traumanetzwerk Göttingen-Kassel. Des Weiteren sind wir Zertifiziertes Endoprothetikzentrum.
In unserer Abteilung kommen überwiegend minimal-invasive Operationsverfahren zum Einsatz. Schwerpunkte liegen in der Versorgung aller Frakturen, inklusive Wirbel- und Beckenfrakturen mit anschließenden rekonstruktiven Eingriffen sowie der arthroskopischen Gelenkchirurgie, der Implantation von Gelenkprothesen, Wechseloperationen und degenerativen Wirbelsäulenchirurgie. Im Rahmen des regionalen Traumazentrums werden auch neurotraumatologische Verletzungen konservativ und operativ behandelt.

  • CHEFARZT

    Dr. med. Arne Fittje

    Facharzt für Chirurgie,
    Orthopädie und Unfallchirurgie
    Spezielle Unfallchirurgie, Notfallmedizin, Chirotherapie

  • Sekretariat Chirurgische Klinik

    Marion Hammer

    Tel. 05631 569-172
    Fax: 05631 569-299
    Chirurgie@remove-this.krankenhaus-korbach.de

    Notfallambulanz
    Sprechstunde (Terminvergabe)
    Tel. 05631 569-412

    Zertifiziertes Endoprothetikzentrum

Sprechstunden Chirurgische Ambulanz

Sprechzeiten nach vorheriger Terminvereinbarung unter Tel.: 05631 569-412

Frakturen und Gelenkverletzungen

Frakturen und Gelenkverletzungen

Für die Versorgung von Gelenkverletzungen und Frakturen nutzen wir modernste Operationsverfahren mit interner und externer Stabilisierung. Dabei verwenden wir gewebefreundliche Materialien wie Titan.

Bei Frakturen achten wir auf eine minimal-invasive Versorgung, um eine möglichst geringe Traumatisierung der Weichteile zu erreichen. Die Stabilisierungsverfahren werden so gewählt, dass insbesondere an den Beinen eine frühe Belastung möglich ist. Wir haben uns als Ziel gesetzt, eine frühfunktionelle Bewegungstherapie, forcierte Mobilisation und rasche Rehabilitation zu erreich

Gelenkprothetik

Implantation von Endoprothesen

Als zertifiziertes Endoprothetikzentrum bieten wir Ihnen das gesamte Spektrum der Hüft-, Knie- und Schultergelenk-Endoprothetik inklusive Wechseloperationen mit modernsten Verfahren und auf höchstem medizinischen Niveau.

Leitet Herunterladen der Datei einFlyer Endoprothetik

 

Die Auswahl des optimalen Gelenkersatzes wird individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt. Die Prothesenart wird je nach Schwere des Gelenkverschleißes, der Knochensubstanz und der Bandstabilität ausgewählt. Ziel ist es, bei minimalem Knochenverlust ein Maximum an Stabilität bei einer guten Funktion des Gelenks zu erreichen.

Falls keine wesentlichen Vorerkrankungen bestehen, setzen wir in der gesamten Prothektik die Eigenbluttherapie ein. Damit wird für unsere Patienten die Wahrscheinlichkeit, nach der Operation Fremdblut zu erhalten, auf ein Minimum reduziert.

Endoprothetik des Kniegelenks

Unser Ärzteteam nimmt die Implantation von Prothesen und Gelenken am Knie vor. Neben Schlittenprothesen bei einseitigem Gelenkverschleiß kommt bei guter Bandstabilität ein kompletter Oberflächenersatz in Frage. Bei dieser Methode wird ein Prothesensystem mit künstlichem Miniskus implantiert. Dies bewirkt ein müheloses Gleiten der Gelenkfläche; die Beugefähigkeit des Kniegelenks wird erhöht.

Bei fortgeschrittener Zerstörung des Kniegelenks implantieren wir ein Rotationsgelenk mit strenger Gelenksführung, welches in sich bereits eine Stabilität besitzt.

Optimierte Implantation von Kniegelenksprothesen mit Navigationstechnik

Die Navigationstechnik ermöglicht dem Operateur, die Prothesen exakt, winkelgerecht und angepasst an die individuellen Achsenverhältnisse der Beine zu implantieren. Ein weiterer Vorteil der Navigationstechnik besteht in der seitengleichen Wiederherstellung der Bandstabilität

Der Operateur führt die Operation nach wie vor komplett selbst durch und setzt die Prothese eigenhändig ein. Somit ist die Navigationstechnik nicht mit der Robotertechnik zu verwechseln, bei der das Prothesenlager im Knochen von einem Roboter maschinell vorbereitet wird.

Durch den exakten Einsatz der Prothese wird eine rasche Schmerzfreiheit nach der Operation und eine beschleunigte Rehabilitation erreicht. Die Standfestigkeit der Prothese verbessert sich um Jahre, während die Gefahr der Prothesenlockerung minimiert wird.

 

 

Endoprothetik des Hüftgelenks

Im Bereich des Hüftgelenks kommen zwei verschiedene Arten von Prothesen zum Einsatz. Bei den Titanprothesen handelt es sich um zementfrei einzusetzende Hüftprothesen. Zur Anwendung kommt ein Prothesentyp, der die beste Standzeit besitzt. Dies wurde in einer europäischen multizentrischen Studie nachgewiesen.

Bei Patienten mit hohem Lebensalter und bei osteoporotischen Knochenverhältnissen werden zementierte Hüftprothesen mit anatomischem Schaft eingesetzt. Hierdurch wird eine optimale Kraftübertragung auf den Oberschenkelknochen gewährleistet und somit eine lange Standzeit erreicht. Wir wenden die moderne Operationsmethode der minimal-invasiven Implantation von Hüftgelenksprothesen an.

Minimal-invasive Implantation von Hüftgelenksprothesen

Bei dieser neuartigen Operationsmethode wird ein OCM-Hüftzugang zum Einsatz der Prothese gewählt. Der Vorteil des minimal-invasiven Zugangs liegt in dem auf fünf bis acht Zentimenter verkürzten Hautschnitt. Außerdem müssen Muskelstrukturen nicht mehr durchtrennt, sondern nur noch auseinander gedrängt werden.

Diese neue Methode der modernen Hüftprothetik ermöglicht einen gewebeschonenden und komplikationslosen Zugangsweg beim eine schnelle Schmerzfreiheit nach der Operation sowie die sofortige Mobilisation und Belastung nach der Operation. Dadurch wird die Beweglichkeit wesentlich schneller wiederhergestellt und die Rehabilitationszeit insgesamt verkürzt.

Über den OCM-Hüftzugang können alle Arten von zementfreien und zementierten Prothesen implantiert werden. Somit ist das Verfahren für übergewichtige, ältere und damit nahezu alle Patienten geeignet. Wir verwenden hochwertige Prothesen, die in einer europaweiten Untersuchung beste Ergebnisse erhielten.

 

Endoprothetik des Schultergelenks

Wir führen sämtliche Formen der prothetischen Versorgung des Schultergelenkes durch, inklusive Wechseloperationen. Insbesondere bei Verlust der Gelenkkapsel erfolgt die Implantation einer Spezialprothese - sowohl zementlos wie auch zementiert. Diese Form der Prothese ermöglicht es, die Funktion des Schultergelenkes in Hinsicht auf Kraft wie auch Beweglichkeit weitestgehend wiederherstellen. Auch die Implantation von Oberflächenersatz bei jüngeren Patienten wird durchgeführt.

 

 

Wechseloperationen

Unser Team führt Wechseloperationen im Hüft- und Kniegelenksbereich durch. Hier stehen modulare Wechselprothesensysteme zur Verfügung, so dass modernste Implantate verwendet werden können.
Sollte bei Wechseloperationen ein höherer Knochenverlust bestehen, so kann dieser durch Knochentransplantationen aus unserer Knochenbank aufgefüllt werden.

Schulterchirurgie

Chirurgie des Schultergelenks

In der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie ist die Behandlung von Erkrankungen, Verletzungen des Schultergelenkes und deren Folgeschäden aufgrund der bestehenden Erfahrung ein Schwerpunkt.

Die Palette der Behandlungsverfahren reicht von konservativen Therapieansätzen über minimal- invasiven endoskopischen Verfahren, Operationen am offenen Gelenk bis hin zum künstlichen Gelenkersatz (Endoprothetik) der Schulter.

  • ·         Impingement-Syndrom, arthroskopisch und minimal-invasiv
  • ·         Erkrankungen der Rotatorenmanschette, arthroskopisch und minimal-invasiv
  • ·         Schulterinstabilitäten (Verrenkung, Luxation), arthroskopisch und minimal-invasiv
  • ·         Kalkschulter, arthroskopisch und minimal-invasiv
  • ·         Schultersteife (frozen Shoulder)
  • ·         Verletzungen des Schultergelenks und Schultereckgelenks
  • ·         Arthrose des Schultergelenks und Schultereckgelenks
  • ·         Endoprothetik (Künstlicher Gelenkersatz) , anatomische und inverse Prothesen,
           Prothesenwechsel.

Arthroskopie

Arthroskopie großer Gelenke

In der chirurgischen Abteilung werden sämtliche Gelenke wie Knie, Schulter, Ellenbogen, Sprunggelenk und Hüftgelenk unter Anwendung modernster Verfahren diagnostisch und therapeutisch minimal-invasiv behandelt.

Kniegelenk

Im Bereich des Kniegelenks nutzen wir eine transarthroskopische und minimal-invasive Kreuzbandplastik über kleinste Hautschnitte mit sofortiger frühfunktioneller Behandlung. Für Knorpeltransplantationen nutzen wir körpereigenes Knorpelgewebe oder gezüchtetes Knorpelmaterial.

Hüfte

Wir bieten die Therapie des periacetabulären Impingements an. Transarthroskopische Operationen freier Gelenkkörper und traumatisch bedingter Labrumabrisse gehören ebenfalls zu unserem Leistungsspektrum.

Schultergelenk

Unser Krankenhaus nimmt am Schultergelenk transarthroskopische Erweiterungsoperationen des Schulterdaches beim sogenannten Impingement-Syndrom vor. Auch rekonstruktive Kapselbandeingriffe führen wir durch.

Körpereigene Knorpeltransplantation

Körpereigene Knorpeltransplantation

Bild eines operativen Eingriffs

Gelenkverletzungen, -fehlstellungen oder andere Ursachen können zu Knorpelschäden führen. Da geschädigter Knorpel sich nicht regenerieren bzw. neu bilden kann, ist die autologe Chondrozytentransplantation eine geeignete Methode zur Wiederherstellung der Knorpelschicht. Als Verfahren wenden wir "Codon Chondrosphere" an. Mit dieser Methode wird die Transplantation von freien Knorpelzellen im Rahmen arthroskopischer Eingriffe ermöglicht.

Mit Hilfe der ACT behandeln wir Knorpeldefekte von 3 bis 14 cm2. Als Ziel verfolgen wir die Rekonstruktion einer intakten Gelenkfläche, die Beseitigung von Schmerzen sowie die Vermeidung von Folgeschäden und vorzeitigem Gelenkverschleiß. Wird eine Erkrankung des Kniegelenks festgestellt, besteht die Möglichkeit zur Vorstellung in unserer ambulanten Sprechstunde. Hier werden konservative und operative Behandlungsalternativen sowie das Vorgehen der Knorpeltransplantation mit Ihnen besprochen.

Nähere Informationen zur autologen Chondrozytentransplantation erhalten Sie im Folgenden.

Entnahme und Anzüchtung des Knorpelmaterials

In einer Kniespiegelung wird gesunder Knorpel entnommen. Die gewonnenen Proben werden in ein Speziallabor geschickt und dort verarbeitet. Anfänglich befinden sich in dem gewonnen Material nur wenige Knorpelzellen. Diese werden isoliert, in geeigneten Medien angezüchtet und vermehrt. Bei ausreichender Zellanzahl wird das neu gebildete  Knorpelmaterial an das Krankenhaus zurück geschickt.

Implantation des gezüchteten Knorpelmaterials

Das Einbringen der gezüchteten Knorpelzellen erfolgt in der Regel sechs Wochen nach der Entnahme. Die Knorpelzellen werden unmittelbar vor der Operation in Form einer speziellen Lösung angeliefert. Bei der Operation wird der geschädigte Knorpel bis auf den Knochen abgetragen. Je nach Lokalisation des Knorpeldefektes wird das gezüchtete Knorpelgewebe offen oder transarthroskopisch aufgetragen.

Nachbehandlung

In der postoperativen Phase werden unsere Patienten von einem interdisziplinären Team behandelt und betreut. Unser Team besteht aus Unfallchirurgen, Physiotherapeuten und Pflegepersonal. Die Form und Dauer der Nachbehandlung richtet sich nach Ausmaß und Lokalisation des behandelten Knorpeldefekts.
Zunächst wird das Kniegelenk durch den Gebrauch von Unterarmgehstützen entlastet. Die Steigerung der Belastung erfolgt nach sechs Wochen. Ein individuell festgelegtes Rehabilitationsprogramm beginnt direkt nach der Operation.

Wirbelsäulenchirurgie

Wirbelsäulen-Chrirurgie

Neben der operativen Versorgung von instabilen Wirbelsäulen-Frakturen werden auch degenerative Veränderungen der Wirbelsäule wie Bandscheibenvorfälle, Wirbelgleiten und Instabilitäten in unserer Klinik therapiert. Dabei vertrauen wir auf wir modernste Operationsverfahren.

Kyphoplastie

Bild eines operativen Eingriffs

Bei einer Osteoporose verliert der Knochen durch den Abbau von Knochenmasse seine Stabilität. Dadurch kann es zu Wirbelsäulenkompressionsfrakturen kommen. Hierbei fällt der Wirbelkörper in sich zusammen. Die Fraktur verursacht starke Schmerzen, schränkt die Beweglichkeit ein und kann zu Verformungen der Wirbelsäule führen.

Mit Hilfe der Kyphoplastie kann der Bruch beseitigt und der Wirbelkörper stabilisiert werden. Dieses minimal-invasive und schonende Operationsverfahren eignet sich aufgrund der geringen Belastung insbesondere für ältere Patienten.

Detaillierte Informationen zum Ablauf der Ballon-Kyphoplastie

Die Kyphoplastie ist eine minimal-invasive und schonende Operationsmethode zur Behandlung der Wirbelkörperkompressionsfraktur.

Über einen Hautschnitt mit nur einem Zentimeter Länge wird ein sehr dünner Kanal in den gebrochenen Wirbel geschaffen. Über diesen Kanal wird ein kleiner Spezial-Ballon in den Wirbel eingebracht.

Der Operateur dehnt den Ballon nun vorsichtig auf und stellt somit die ursprüngliche Höhe des zusammengefallenen Wirbels wieder her. Im Wirbelkörper entsteht hierdurch ein Hohlraum. Der Ballon wird nun wieder entfernt. Der im Wirbelkörper entstandene Hohlraum wird mit Knochen-Zement ausgefüllt. Diese Zementfüllung stabilisiert den Wirbelkörper und hält ihn intakt.

Die Operationsdauer beträgt pro behandelter Fraktur ca. 45 Minuten und kann unter Vollnarkose oder Lokalanästhesie durchgeführt werden. Bereits am Tag der Operation sind die Patienten wieder mobil und können nach einem kurzen stationären Aufenthalt das Krankenhaus verlassen.

In der operativen Versorgung von Wirbelsäulenverletzungen, insbesondere im Bereich der unteren Brustwirbelsäule, wenden wir modernste endoskopische Operationsverfahren an. Diese ermöglichen diverse Formen der Wirbelsäulen-Stabilisierung auf minimal-invasivem Zugangsweg. Oberarzt Guido Hoffmann, Facharzt für Neurochirurgie, führt diese Eingriffe über kleinste Hautschnitte und mittels Operationsmikroskop durch.

Auch degenerative Veränderungen der Wirbelsäule wie ein Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenosen, Instabilitäten und Wirbel-Gleiten operieren wir neurochirurgisch mit dem minimal-invasiven Verfahren.

Instabilität der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule

Eine Instabilität im Bereich der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule wird in der Regel durch Gelenkarthrosen und Bandscheibendegenerationen ausgelöst und kann zu erheblichen Beschwerden führen. Die therapeutischen Verfahren erfolgen minimal-invasiv. Um Instabilitäten auszugleichen, werden je nach Lokalisation unterschiedliche Implantate mit einem mikrochirurgischen Eingriff in die Wirbelsäule eingesetzt. Damit sind die Voraussetzungen für eine weiterführende Behandlung der Rückenbeschwerden geschaffen.

Im Schwerpunkt Orthopädie/Unfallchirurgie der Chirurgischen Abteilung unserer Klinik werden Instabilitäten und degenerative Spinalkanalstenosen der Hals- und Lendenwirbelsäule inklusive Bandscheibenvorfälle operiert.

Spinalkanalstenosen der Lendenwirbelsäule, insbesondere bei Instabilitäten und Wirbelgleiten, erfolgen mit hochmodernen Operationsverfahren und innovativer Technik. Die Eingriffe werden mit der sogenannten "Mini-Open-Technik" sowohl dorsal als auch ventral durchgeführt.

Wiederherstellende Eingriffe und Umstellungsoperationen

Wiederherstellende Eingriffe und Umstellungsoperationen

Durch Fehlstellungen im Bereich des Hüft- und Kniegelenks kommt es zu einer Überlastung von Gelenkabschnitten, die unbehandelt unweigerlich zu einem vorzeitigen Verschleiß führen. Diese Veränderungen können sowohl genetisch bedingt wie auch durch Unfälle hervorgerufen sein.

Wir nehmen verschiedene wiederherstellende Eingriffe und Umstellungsoperationen vor. Dazu zählen Korrekturen der O-Bein- und X-Bein-Fehlstellungen im Kniegelenk und die Ausgleichung von Beinverkürzungen. Darüber hinaus führen wir Umstellungsoperationen im Bereich der Hüfte, des Oberschenkels, Kniegelenkes und Unterschenkels aus und korrigieren Fehlstellungen nach Trümmerfrakturen mittels Arthrolyse.

Handchirurgie

Handchirurgie

Die Hand ist ein komplexes Organ. Sie besteht aus Haut, Knochen, Sehnen, Muskeln, Nerven, Arterien und Venen. Im Alltag sind wir auf die uneingeschränkte Funktionsfähigkeit angewiesen. Allerdings können viele Erkrankungen und Verletzungen die Hand betreffen und ihre Funktionsfähigkeit dauerhaft einschränken.

Stürze, Schnittverletzungen, Quetschungen und Verbrennungen können zu Hautdefekten, Knochenbrüchen sowie zu Schädigungen von Sehnen, Bändern, Nerven und Gefäßen führen. Werden diese gar nicht, zu spät oder nicht fachgerecht behandelt, können Spätfolgen und nachträglich erforderliche Korrekturen die Folge sein.

Umso wichtiger ist in diesen Fällen die gezielte Diagnose, Behandlung und Therapie. Wir behandeln seit vielen Jahren und mit großer Erfahrung eine Vielzahl von Erkrankungen der Hand. Die Eingriffe werden größtenteils ambulant durchgeführt. Das bedeutet, dass Sie noch am Operationstag nach einigen Stunden Nachbeobachtung das Krankenhaus wieder verlassen können.

Die Operationen erfolgen überwiegend in Lokal- oder Regionalanästhsie. Wir wenden minimal-invasive Operationstechniken an. Erforderliche Voruntersuchungen sowie die Nachbehandlung und Rehabilitation werden in Kooperation mit Ihrem einweisenden Arzt durchgeführt.

Carpaltunnelsyndrom

Hierbei handelt es sich um eine Einklemmung des Nervus Medianus im Carpaltunnel. Durch die Druckschädigung des Nerven kommt es zu Schmerzen, Sensibilitätsstörungen und Schwäche in Daumen, Mittel- und Zeigefinger.

In einer endoskopischen, minimal-invasiven Operationstechnik wird der Carpaltunnel zur Entlastung der Mittelhandnerven erweitert. Falls nötig wird anschließend der Nerv aus Verwachsungen gelöst.
Die Heilungsdauer ist davon abhängig, wie stark der Nerv vor der Operation geschädigt war und wie gut seine Erholungsfähigkeit ist.

Dupuytrensche Kontraktur

Gutartige Gewebswucherungen zwischen der Haut und den Beugesehnen bzw. Nerven in der Handinnenfläche führen zu einer Dupuytrenschen Kontraktur.

In einer mikrochirurgischen Operation werden die Gewebswucherungen entfernt, wodurch die freie Beweglichkeit der Sehnen wieder hergestellt wird. Hierbei müssen die Fingernerven freigelegt bzw. von den Gewebswucherungen befreit werden. Nach der Operation sind regelmäßige Bewegungsübungen notwendig, um eine erneute Versteifung der Finger zu vermeiden.

Schnellender Finger

Bild einer mikroskopischen Operation

Bei dem Versuch, einen Finger zu strecken, kommt es zu einem plötzlichen "Rucken". Nach einem anfänglichen Festhaken springt der Finger dann förmlich in die Streckposition.
Ursache ist eine Gewebsverdickung am sogenannten Ringband, das sich an der Beugesehne des Fingers befindet. Hierdurch wird das normale Gleitvermögen der Beugesehnen gestört und das Gleiten der Beugesehne kurzfristig blockiert. Diese Blockierung löst sich erst beim weiteren Beugen mit einem Schnappen.

Durch eine kleine Operation wird das Ringband gespalten und das veränderte Gewebe entfernt. Dadurch werden Beweglichkeit und Gleitvermögen der Beugesehne wiederhergestellt.

Ganglion an Hand- und Fingergelenken

Unter einem Ganglion versteht man eine ballonartige Zyste, die meist mit einem Gelenk oder einer Sehnenscheide verbunden ist. Durch einen kleinen Hautschnitt wird das Ganglion entfernt.

Druckschädigung des Nervus ulnaris

Der Nervus ulnaris verläuft an der Innenseite des Ellenbogengelenks in einem recht engen, knöchernen Sulcus. Vielen Menschen ist diese Stelle auch als "Musikantenknochen" bekannt. Bei einem Stoß werden starke Schmerzen verursacht. Der in der Knochenrinne verlaufende Nerv kann durch Brüche, Verschleißerkrankungen oder anatomische Veränderungen des Ellenbogengelenks geschädigt werden.

Die Therapie besteht in einer chirurgischen Eröffnung im Bereich des Ellenbogens. Durch Dehnung der Ulnaris-Rinne wird der Ellennerv entlastet.

Kahnbeinbruch

Im Handgelenk befinden sich acht Handwurzelknochen. Einer der wichtigsten ist das Kahnbein. Es liegt an der Daumenseite der Handwurzel.
Kahnbeinbrüche entstehen am häufigsten durch einen Sturz, der mit einer ausgestreckten Hand abgefangen wird. Sie können relativ schmerzarm sein, so dass Betroffene häufig davon ausgehen, sich die Hand nur verstaucht zu haben.

Wird ein Bruch jedoch nicht behandelt, kann es zu Spätfolgen mit Funktionsstörungen und Schmerzen kommen. Deshalb sollte bei Verdacht auf einen Kahnbeinbruch immer eine Röntgenaufnahme des Handgelenks erfolgen.

Die konservative Behandlung des unverschobenen Bruchs, indem das Handgelenk ruhig gestellt wird, würde ungefähr drei Monate dauern. Die lange Dauer der Ruhigstellung lässt sich nur durch eine Operation vermeiden.

Bei der operativen Therapie des Kahnbeinbruchs wird durch einen minimal-invasiven Eingriff eine Schraube zur Fixierung der Bruchstelle eingesetzt. Nach der Operation ist lediglich eine Ruhigstellung von zwei bis drei Wochen erforderlich. Verschobene Brüche werden in der gleichen Technik operativ versorgt.

Motorische Ersatzoperationen

Bei schweren Schnitt- und Quetschverletzungen ist eine nachhaltige Zerstörung der Sehnen in der Hand möglich. In diesem Fall werden die zerstörten Anteile der Sehne z.B. durch sogenannte Beugesehnen-Ersatzplastiken ersetzt. Durch sie kann die Funktionsfähigkeit der Hand wiederhergestellt werden.

Versorgung von Knochenbrüchen

Nach komplizierten Knochenbrüchen werden Materialien zur Stabilisierung und zum Zusammenwachsen des Knochens eingebracht. Hierbei verwenden wir hochwertige Materialien aus Titan, die an das Alter sowie die Größen- und Dichteverhältnisse des Knochens angepasst werden. Auf diese Weise findet eine optimale Versorgung des Bruchs bei Patienten vom Kindes- bis zum Seniorenalter statt.

Das Zusammenwachsen des Knochens ermöglicht eine erneute Funktionsfähigkeit der Hand.

Wiederherstellende und rekonstruierende Operationen

Nach schweren Verletzungen oder Fehlbildungen der Finger und der Hand werden rekonstruierende Verfahren und plastische Operationen angewandt.

Fußchirurgie

Fußchirurgie

Pro Tag müssen unsere Füße insgesamt 1.000 Tonnen Belastung aushalten. Im Laufe unseres Lebens legen sie eine Strecke von 120.000 Kilometern zurück. Obgleich der Mensch zu 99% mit gesunden Füßen auf die Welt kommt, erleidet nach aktuellen Untersuchungen jeder Zweite im Verlaufe seines Lebens eine Erkrankung an den Füßen.

Hallux Valgus

Durch Absinken des Fußgewölbes kann es zu einer Dysfunktion des Fußgewebes und einem Auseinanderweichen der Band- und Muskelzüge kommen. In der Folge entwickelt sich ein Hallux Valgus, der insbesondere bei Frauen zu erheblichen Beschwerden und kosmetischen Problemen führt.

Betroffene sollten nicht erst warten, bis es im Grundgelenk des Großzehs durch einen Verschleiß des Knorpels zusätzlich zu einer schmerzhaften Arthrose gekommen ist, sondern den Hallux Valgus frühzeitig behandeln lassen. Durch eine frühzeitige Korrektur der Fehlstellung und Wiederherstellung des Fußgewölbes ist es uns möglich, die Beschwerden vollständig zu beseitigen und ein gutes kosmetisches Ergebnis zu erreichen.

Die angewandeten Operationsmethoden richten sich nach dem Schweregrad des Krankheitsbildes und dem Ausmaß vorhandener Gelenkschädigungen. Sofern das Gelenk noch nicht zerstört ist, wird die Fehlstellung durch die Umstellungsoperation beseitigt. Je nach Operationstechnik ist eine frühzeitige Belastung mit Krankengymnastik möglich.

Hallux rigidus

Die Beweglichkeit der Zehen ist die Grundvoraussetzung für ein korrektes Abrollen des Fußes. Beim sogenannten Hallux rigidus handelt es sich um eine Arthrose im Grundgelenk der Großzehe. Die Folge sind Schmerzen und Bewegungseinschränkung. Unbehandelt führt der Hallux rigidus zur Einsteifung des Großzehengrundgelenks.

Durch eine Cheilotomie oder Cheilektomie erreichen wir in vielen Fällen eine Beschwerdefreiheit. Dazu wird der fußrückenseitige Knochenhöcker abgetragen. Nach einer Glättung der Gelenkkanten und der Beseitigung vorhandener Sehnenverklebungen sollte eine ausreichende Streckung möglich sein. Ist dies nicht der Fall, wird zusätzlich die Umstellung des Grundgliedes durchgeführt, um ein gutes Abrollen zu erreichen.

Kalkaneussporn

Der Kalkaneussporn ist ein dornartiger, knöcherner Sporn am Ansatz einer Sehne und der Plantaraponeurose. Ursache für den Fersensporn ist eine lang andauernde Überbelastung des Fußes, im Speziellen der großen Sehnenplatte unter der Fußsohle. Durch Überbelastung entstehen wiederholt Risse in der Sehne. Wie bei einem gebrochenen Knochen lagert der Körper Kalk ab, um die Risse der Sehne zu heilen. Dadurch entsteht ein kleiner Auswuchs auf der Ferse, der Fersensporn.

In einer endoskopischen Fasziotomie wird die Sehnenplatte, die an dem Fersensporn ansetzt, zum Teil gespalten. Durch die minimal-invasiv durchgeführte Operation wird eine Entlastung und Schmerzfreiheit erzielt.

Arthroskopie des Sprunggelenks

Bei Beschwerden im Bereich des Sprunggelenks wird in einer Gelenkspiegelung mit einem Endoskop die Ursache ermittelt und behoben. Als Ursache kommen z.B. eine Arthrose, Knorpeldefekte oder Verletzungen der Achilles-Sehne in Frage.

Motorische Ersatzoperationen

Schwere Schnitt- und Quetschverletzungen können zu einer nachhaltigen Zerstörung der Sehnen im Fuß führen. In diesem Fall werden die zerstörten Anteile durch sogenannte Sehnen-Ersatzplastiken ersetzt. So wird die Funktionsfähigkeit des Fußes wiederhergestellt. Ein Beispiel für die Notwendigkeit einer motorischen Ersatzoperation ist ein Riss der Achilles-Sehne.

Osteosynthesen

Nach komplizierten Knochenbrüchen werden Materialien zur Stabilisierung und zum Zusammenwachsen des Knochens eingebracht.
Insbesondere bei einem Bruch des Fersenbeins, das nach Unfällen mehrfach gebrochen sein kann, wird der Knochen durch eine anatomische und winkelgerechte Verplattung zusammengefügt.

Bei der Stabilisierung von Knochenbrüchen werden hochwertige Materialien aus Titan verwendet, die an das Alter, die Größen- und Dichteverhältnisse des Knochens angepasst sind. Auf diese Weise kann der Bruch für Betroffene in jedem Alter optimal behandelt werden. Der defekte Knochen wächst zusammen, der Fuß kann wieder normal belastet werden.

Diabetischer Fuß

Als Folge der Stoffwechselstörung beim Diabetes mellitus kommt es zu einer Minderdurchblutung des Fußes, die offene Haut- und Gewebsschädigungen zur Folge haben kann. Als Therapie bieten wir die lokal begrenzte Entfernung des zerstörten Gewebes und spezielle Maßnahmen der Wundversorgung nach der Operation an. Diese Maßnahmen sollen die Funktionsfähigkeit des Fußes erhalten.

Kinderchirurgie

Kinderchirurgie

Wir versorgen alle kindlichen Frakturen und Gelenkverletzungen des gesamten Skelettsystems. Dabei kommen nicht-operative sowie operative Verfahren zur Anwendung. Bei operativen Eingriffen nutzen wir modernste Verfahren mit geringer Strahlenbelastung sowie die minimal-invasive Technik. Diese Methoden gewährleisten eine exakte Ausheilung im Wachstumsalter.

Ein eventuell notwendiger stationärer Aufenthalt kann durch die angewandten Verfahren verkürzt werden. Selbstverständlich wird in unserem Haus die Unterbringung in einem Mutter-Kind-Zimmer angeboten. Oftmals ist aber auch eine rein ambulante Behandlung möglich.