Urologie Belegabteilung

Download "Urologie"-Video: MP4,
HTML5 Video Player by VideoJS

Die Belegabteilung wird geleitet von den Fachärzten für Urologie Dr. Dirk Gumbel, Dr. Alexander Otto, Dr. Marc Ohlemann und Heiko Velte, die in der überörtlichen Gemeinschaftspraxis für Urologie am Stadtkrankenhaus Korbach tätig sind.

Konservative Behandlung

  • Chronische Infektionen der Harnblase
  • Blasenentleerungsstörungen
  • Nebenhodenentzündung und weitere

Schwerpunkte der operativen Therapie

Innovative Lasertechnologie

Die Lasertechnik ist ein effektives Verfahren zur Behandlung urologischer Erkrankungen, die dem Operateur ein millimetergenaues Vorgehen ermöglicht. 

Einsatzgebiete der Lasertechnik sind Steine in der Niere und den ableitenden Harnwegen, gutartige Veränderungen der Prostata sowie Erkrankungen an Blase, Harnröhre und Harnleiter. 

Die Operation erfolgt endoskopisch über die Harnröhre, also ohne „Bauchschnitt“. Der Patient profitiert von diesem schonenden Verfahren durch deutlich weniger Schmerzen, einer verkürzten Aufenthaltsdauer im Krankenhaus sowie einem rascheren Heilungsverlauf. 

Therapie von Harnsteinen

Führt eine medikamentöse Therapie nicht zum Erfolg, können Harnsteine mit der Extrakorporalen Stosswellenlithotripsie (ESWL) „zertrümmert“ werden. Ein Gerät (Lithotripter) erzeugt außerhalb des Körpers Druckwellen, die durch Haut und Gewebe auf die Lage des Steins im Körperinneren zentriert werden und zu einer Zerstörung der Steinsubstanz führen. 

Die operative Therapie von Steinleiden erfolgt endoskopisch über die Harnröhre und unter Einsatz von Lasertechnik.

Diagnostik und Therapie gutartiger Vergrößerungen der Prostata

Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit einer gutartigen Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata). Betroffenen leiden unter Problemen bei der Blasenentleerung (z.B. vermehrter Harndrang, nächtliches Wasserlassen). Bringt eine konservative Behandlung nicht den gewünschten Erfolg, ist eine operative Therapie indiziert. Hierbei wird mit modernster Lasertechnik endoskopisch über den Zugangsweg der Harnröhre Prostatagewebe präzise abgetragen und die Vorsteherdrüse wieder verkleinert.

Prostatakrebs 

Prostatakrebs ist in Deutschland der häufigste bösartige Tumor des Mannes mit ca. 58.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Dank der heutigen diagnostischen Möglichkeiten zeigt sich eine deutliche Tendenz zur Diagnose früher Krebsstadien, die auf die Prostata begrenzt und somit gut behandelbar sind.

Onkologie

Bösartige Tumore der Prostata, Blase, Niere und Hoden werden operativ sowie mit Chemo- und Strahlentherapie behandelt. Rekonstruktive Aufbauoperationen (z.B. Einlage einer Hodenprothese) sind ebenfalls möglich. 

Diagnostik und Therapie der Inkontinenz 

Harninkontinenz (unwillkürlicher Urinverlust) ist eine häufige Erkrankung. Ca. sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden darunter, Frauen häufiger als Männer. Betroffene schweigen oft darüber - dabei ist die so genannte Blasenschwäche heutzutage kein Tabu-Thema mehr und es gibt vielfältige Behandlungsmöglichkeiten. In Kooperation mit der gynäkologischen Abteilung des Stadtkrankenhauses Korbach werden Inkontinenz-Operationen (TVT, Burch) durchgeführt. 

Spezielle urologische Chirurgie

Rekonstruktive Eingriffe wie z.B. Nierenbeckenplastik, „Harnleiter-Neueinpflanzung“ und End-zu-End-Anastomose (bei Harnröhrenverengung) dienen der Wiederherstellung des hinderungsfreien Urinabflusses. 

Ambulante Operationen 

Unter anderem werden die Phimose-Operation (Beschneidung) bei Kindern ab dem 2. Lebensjahr, die Sterilisation des Mannes und kleinere Eingriffe am äußeren Genitale ambulant durchgeführt.