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Montag, 09. Juli 2018

Korbacher Ärzte präsentieren Forschungsergebnisse auf Bundeskongress

Autor: Claudia Schneider (Presse- / Öffemtlichkeitsarbeit)

Chefarzt Dr. Jochen Klotz (li) mit Dr. Iris Depfenhart und Oberarzt Jan Schumacher vor dem Poster, das im Foyer der Klinik ausgestellt ist.

Dr. Iris Depfenhart und Oberarzt Jan Schumacher von der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Stadtkrankenhaus Korbach waren als Referenten auf dem Deutschen Wundkongress 2018, der kürzlich in Bremen stattfand, eingeladen.

Hier präsentierten die beiden Ärztlichen Wundexperten (ICW) ihre Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Wundbehandlung. Sowohl mit einem Vortrag vor Fachpublikum (Referentin Dr. Iris Depfenhart) wie auch auf einem Poster. Tagungsposter dienen der Präsentation und visuellen Darstellung von wissenschaftlichen Projekten während eines Kongresses.

Inhalt ihrer Forschungsarbeit war die spezielle Wundbehandlung von zwei Patienten mit sogenanntem „Diabetischen Fußsyndrom". Beide hatten chronische, großflächige Wunden an den Beinen, die aufgrund der Wundausdehnung von einer Amputation bedroht waren.

Im Rahmen des Forschungsprojektes wurden die Wunden mit einer kombinierten Therapie aus einer antibakteriellen Spüllösung und einem spezifischen Wundverband über mehrere Wochen hinweg am Stadtkrankenhaus Korbach behandelt. Die Kombinationstherapie erwies sich als ausgesprochen erfolgreich – mit einem Wundheilungsprozess, der zu einer raschen und deutlichen Besserung des Ausgangsbefundes führte. Und so konnten beide Patienten die Klinik wieder mobil und nahezu schmerzfrei verlassen.

Dr. Depfenhart und Hr. Schumacher beobachteten und dokumentierten den außerordentlich positiven Behandlungsverlauf detailliert. Ihre Untersuchungsergebnisse stellten die jungen Mediziner dann auf Deutschlands bedeutendstem Wundkongress dem Fachpublikum vor.

Chefarzt Dr. Jochen Klotz ist sehr stolz auf „seine beiden Ärzte", die das Team der Abteilung Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie seit 2013 bereichern.
Das Gebiet der Wundbehandlung sei sehr bedeutsam – insbesondere vor dem Hintergrund der immer älter werdenden Bevölkerung und zunehmenden „Volksleiden" wie beispielsweise Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Gefäßverkalkungen. Deren Spätfolgen seien aufgrund der Minderdurchblutung nicht selten chronische und schlecht heilende Wunden an den Extremitäten. „Somit ergänzen die beiden Wundexperten unser gefäßchirurgisches Spektrum in hohem Maße und unsere Patienten dürfen sich bestens versorgt wissen", erklärt Dr. Klotz.

Die Klinik strebt in naher Zukunft die hochklassige ICW-Zertifizierung zu einem „Wundzentrum" an. In einer speziellen Wundsprechstunde werden bereits Patienten mit chronischen Wunden erfolgreich behandelt.