Ab 2027 wird das Klinikum Waldeck-Frankenberg (KWF) mit seinen beiden Standorten
in Korbach und Frankenberg die notärztliche Versorgung im Rettungsdienstbereich
Waldeck-Frankenberg übernehmen. Darüber hat der Landkreis kürzlich eine
Vereinbarung mit dem KWF geschlossen. Gemeinsam sichern Landkreis und Klinikum
so langfristig eine flächendeckende, qualitativ hochwertige und jederzeit erreichbare
medizinische Notfallversorgung.
Bisher stellte das ehemalige Stadtkrankenhaus Korbach die Notärztinnen und
-ärzte für den Korbacher Einzugsbereich bereit. In Frankenberg lag die medizinische
Versorgung in den Händen einer Notärztin, die mit der Sicherstellung und Organisation
des Dienstes dort beauftragt war. Mit der Fusion des Stadtkrankenhauses Korbach
und des Kreiskrankenhauses Frankenberg zum KWF wird die notärztliche Versorgung
nun neu geregelt.
Notärztliche Versorgung rund um die Uhr
Sie wird ab dem kommenden Jahr an 365 Tagen im Jahr an 24 Stunden pro Tag
durch das Klinikum Waldeck-Frankenberg sichergestellt. Das haben Landrat Jürgen
van der Horst und der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese mit der Geschäftsführung
des KWF vereinbart. Grundlage der Beauftragung sind das Hessische
Rettungsdienstgesetz, der Rettungsdienstplan des Landes Hessen sowie der
Bereichsplan für den Rettungsdienstbereich des Landkreises Waldeck-Frankenberg.
Jederzeit medizinische Hilfe
Der Vertrag regelt unter anderem den Einsatz von qualifiziertem notärztlichen Personal
gemäß den Vorgaben des Rettungsdienstgesetzes und der Landesärztekammer,
die enge Zusammenarbeit mit der Leitstelle des Landkreises bei der Lenkung
und Koordination der Einsätze oder auch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen
und Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Damit ist auch für die Zukunft sichergestellt,
dass Menschen, die in Waldeck-Frankenberg plötzlich schwer erkranken oder einen Unfall haben, schnell und jederzeit medizinische Hilfe bekommen – ob werktags, an Feiertagen oder am Wochenende, ob tagsüber oder mitten in der Nacht.
KWF als starker Partner
„Durch unsere Vereinbarung ist klar geregelt, dass an den Standorten des KWF in
Frankenberg und Korbach dauerhaft Dienste organisiert und qualifizierte Ärztinnen
und Ärzte bereitstehen, die im Notfall rausfahren und Betroffene medizinisch versorgen“,
sagt Landrat Jürgen van der Horst. „Wir schaffen auch weiterhin Verlässlichkeit
im medizinischen Notfall: Wer den Notruf 112 wählt, kann sich darauf verlassen,
dass rund um die Uhr schnell ein qualifiziertes Einsatzteam kommt.“ Mit
dem Klinikum Waldeck-Frankenberg habe man daher einen starken Partner an der
Seite, betont der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese: „Gemeinsam mit
dem KWF und seinen Standorten im Nord- und Südkreis sichern wir damit langfristig
eine verlässliche, wohnortnahe Notfallversorgung für unsere Bürgerinnen und
Bürger.“
Qualifiziertes Notfall-Medizinerinnen und -Mediziner
Das unterstreicht auch die Geschäftsführung des KWF: „Das Klinikum Waldeck-
Frankenberg verfügt über einen Pool an Fachärzten, die die Zusatzqualifikationen
für Notfallmedizin besitzen und praktische Erfahrungen in Notfallszenarien gesammelt
haben“, betonen die Geschäftsführungen Anne Bülling und Sassan Pur. „Weitere
Mediziner aus unseren Häusern werden dafür zurzeit qualifiziert.“ Der Sitz der
Notärzte am KWF stärke auch das Klinikum als attraktive Ausbildungsstätte und fördere
zudem die Bindung engagierter Ärzte an die beiden Standorte.
Hintergrund
Das Kreiskrankenhaus Frankenberg und das Stadtkrankenhaus sind rückwirkend
zum 1. Januar 2026 und unter der Trägerschaft des Landkreises Waldeck-Frankenberg
zum gemeinsamen Klinikum Waldeck-Frankenberg mit Standorten in Frankenberg
und Korbach fusioniert. Als gemeinsames Haus an zwei Standorten sorgt es für
eine verlässliche und bestmögliche Gesundheitsversorgung der Menschen in der
Region.
