Impfstart im Stadtkrankenhaus

„Wir krempeln die Ärmel hoch!“

 Nachdem Ende Dezember im Landkreis Waldeck-Frankenberg die Corona-Schutzimpfungen in den Alten- und Pflegeeinrichtungen begonnen wurden, sind jetzt die Mitarbeiter in den Krankenhäusern an der Reihe. Auch im Stadtkrankenhaus werden seit heute die Ärmel hoch gekrempelt, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen. Die Auslieferung der Impfdosen erfolgt über das Land Hessen, das die Mengen für die jeweiligen Landkreise über einen definierten Verteilerschlüssel regelt. „Wir haben für unseren heutigen ersten Impftag zunächst 72 Impfdosen bekommen“, erläutert Dr. Arved-Winfried Schneider, Ärztlicher Direktor im Stadtkrankenhaus Korbach, das Prozedere. „Die Impfung gegen SARS-CoV-2 bietet uns eine große Chance die Corona-Pandemie in den kommenden Monaten weiter einzudämmen!“ Insgesamt werden 544 Mitarbeiter im Stadtkrankenhaus geimpft, unterteilt in drei Prioritätengruppen. Zuerst bekommen die Mitarbeiter eine Impfung, die in ihren Bereichen hauptsächlich Corona-Patienten versorgen (173 MitarbeiterInnen), gefolgt von Personengruppen, die ausnahmsweise Corona-Patienten aber schwerpunktmäßig sonstige Patienten betreuen (256 MitarbeiterInnen) und zu guter Letzt 115 MitarbeiterInnen in Patienten fernen Bereichen. „Wir hoffen, dass weitere Impfdosen zeitnah eintreffen“, so Dr. Schneider. „Aktuell reicht die Menge nicht einmal um Gruppe 1 komplett impfen zu können, sodass wir auch innerhalb der einzelnen Gruppen weiter priorisieren müssen.“ Erfreut zeigen sich die Verantwortlichen im Stadtkrankenaus über die gute Annahme des Impfangebotes in der Belegschaft. „Natürlich müssen sich auch Geimpfte weiter strikt an die Corona-Hygienemaßnahmen halten“, erläutert Klinik-Chef Sassan Pur. „Zum einen bietet die erste Impfung nur unsicheren Schutz, bis auch die zweite Impfung etwa drei Wochen später erfolgt ist. Zum anderen wissen wir noch nicht, ob Geimpfte das Virus dennoch weitergeben könnten. Uns ist es wichtig, jetzt die Grundlagen zu schaffen, im Stadtkrankenhaus weiterhin handlungsfähig zu bleiben. Dabei spielt insbesondere die Gesundheit unserer MitarbeiterInnen eine wichtige Rolle in der gesamten Pandemie.“ Bundesweit kämpfen die Krankenhäuser gegen das Corona-Virus an. Immer mehr Krankenhaus-Mitarbeiter seien selbst betroffen oder durch Kontakte zu Erkrankten in Quarantäne. Das führe zwangsläufig zu personellen Engpässen in betroffenen Kliniken und daraus resultierend größerer Arbeitsbelastung der verbleibenden MitarbeiterInnen. „Das zeitnahe Impfen aller KrankenhausmitarbeiterInnen ist daher von elementarer Bedeutung und eine wichtige Schlüsselfunktion in der Pandemie“, sind Dr. Schneider und Pur überzeugt.