Informationsveranstaltung im Klinikum Waldeck-Frankenberg gibt Einblicke in die Begleitung schwerstkranker Menschen
Wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist, rückt eine andere Frage in den Mittelpunkt: Wie können schwerstkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase bestmöglich begleitet werden? Antworten darauf gibt eine Informationsveranstaltung am 23. Juni um 18.00 im Klinikum Waldeck-Frankenberg (KWF) am Standort Korbach.
Kai Tammoscheit (Chefarzt Klinik für Hämatologie, interdisziplinäre Onkologie & Palliativmedizin im Korbacher Krankenhaus) und Hospizkoordinatorin Sandra Voß erläutern, wie ambulante Hospizarbeit die medizinische Versorgung im Krankenhaus sinnvoll ergänzt und welchen Beitrag sie für Patienten, Angehörige und Behandlungsteams leisten kann.
Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse von Menschen in palliativen Situationen. Die Referenten zeigen auf, wie hospizliche Begleitung im Klinikalltag konkret aussieht, welche Unterstützung Betroffene und ihre Familien erhalten können und warum Zeit, Zuwendung und Orientierung gerade in schwierigen Lebensphasen eine besondere Bedeutung haben.
Anhand von Praxisbeispielen wird deutlich, wie ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter sowie hauptamtliche Fachkräfte dazu beitragen, Ängste zu lindern, Gespräche zu ermöglichen und die Lebensqualität schwerstkranker Menschen zu stärken.
„Medizinische Versorgung und menschliche Begleitung gehören untrennbar zusammen. Gerade am Lebensende sind Zeit, Zuhören und individuelle Unterstützung von unschätzbarem Wert“, betont Chefarzt Kai Tammoscheit.
Die Veranstaltung findet im Vortragsraum des 3. Obergeschosses im Korbacher Krankenhaus statt. Sie richtet sich an alle Interessierten, die mehr über palliative Versorgung, Hospizarbeit und die Möglichkeiten einer ganzheitlichen Betreuung im Krankenhaus erfahren möchten und bietet Raum für Informationen, Fragen und den gemeinsamen Austausch. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung nicht erforderlich.
Ausstellung im Krankenhausfoyer
Begleitend zur Veranstaltung wird ab dem 19. Juni im Foyer der Korbacher Klinik eine thematische Ausstellung präsentiert. Für eine Woche informieren mehrere Roll-up-Banner über die Ziele und Angebote der Hospizarbeit sowie über die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen. Die Ausstellung vermittelt anschaulich, welche Unterstützung Hospizdienste Betroffenen und ihren Angehörigen bieten können und wie eine würdevolle Begleitung am Lebensende gestaltet werden kann. Besucherinnen und Besucher des Krankenhauses haben die Möglichkeit, sich unabhängig von der Veranstaltung über das Thema zu informieren und Anregungen für Gespräche und persönliche Auseinandersetzungen mitzunehmen.
„Mit der Ausstellung möchten wir dazu beitragen, das Thema Sterben, Tod und Begleitung stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und über die wichtige Rolle der Hospizarbeit aufzuklären“, so Sandra Voß, Leitende Hospizkoordinatorin des Ökumenisch ambulanten Hospiz Korbach e.V.
