MVZ Chirurgie erhält ICW-Wundsiegel

Wunden kennen wir alle. Doch während sie bei den einen schnell verheilen und vergessen werden, quälen sich andere über Wochen und Monate mit chronischen Wunden. Da solch schwer heilenden Wunden eine professionelle Wundversorgung und komplexe Behandlung benötigen, hat sich die chirurgische Praxis des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Korbach unter Leitung von Dr. med. Iris Schumacher bereits vor einigen Jahren hierauf spezialisiert. Mit dem Erhalt des ICW-Wundsiegels darf sich die Praxis jetzt Medizinische Wundambulanz nennen.

„Patienten mit chronischen und schwer heilenden Wunden wie zum Beispiel einem offenen Bein (Ulcus cruris), einem Druckgeschwür (Dekubitus) oder dem Diabetischen Fuß haben meist einen langen Leidensweg hinter sich“, weiß Dr. Iris Schumacher, Fachärztin für Allgemeine Chirurgie und Ärztliche Wundexpertin (ICW) im MVZ. Gemäß der aktuellen Leitlinien zur Behandlung von chronischen Wunden, sollte stets die Grunderkrankung, die die Wunde verursacht hat, diagnostiziert und behandelt werden. „Eine chronische Wunde kann bei eingeschränkter Durchblutung nur dann abheilen, wenn die Durchblutung verbessert wird“, so Dr. Schumacher.

Die Chirurgie im Korbacher MVZ bietet drei Mal wöchentlich spezielle Sprechstunden für Patienten mit chronischen Wunden an. Unterstützung in der Behandlung von Wundpatienten erhält Dr. Schumacher dabei durch Rebecca Wieczorek (Gesundheits- und Krankenpflegerin, Fachtherapeutin Wunde ICW): „Häufig kommen die Patienten mit der Erwartung in die Praxis, dass wir ein „Wundermittel“ haben, was es aber natürlich nicht gibt. Jede Wunde ist anders, so dass wir die Therapie individuell anpassen müssen“, so Wieczorek. Die Mitarbeiterinnen in der Chirurgie des MVZ kümmern sich auch um die Beratung der ansässigen Pflegedienste und leiten pflegende Angehörige in der Wundversorgung an.    

Als chronisch gelten Wunden, die innerhalb von acht Wochen nicht abheilen. „Unbehandelt können chronische Wunden unangenehme Folgen nach sich ziehen und sogar bis zur Amputation der Gliedmaßen führen“, so Dr. Schumacher. Das Team der Medizinischen Wundambulanz ist sich einig darüber, dass Patienten mit chronischen Wunden Anspruch auf eine fachgerechte Versorgung haben, weshalb auch angehende Wundexperten hier ausgebildet werden.

Bei dem durchlaufenden Zertifizierungsverfahren beurteilten die Prüfer die Behandlungsqualität und überprüfen die Organisationsstrukturen der medizinischen Einrichtung. Desweiteren spielen die Professionen des Wundversorgungsteams, die Anzahl an Wundversorgungen, die Ausstattung, interne und externe Kooperations- und Netzwerkpartner, Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit sowie Fort- und Weiterbildungen eine große Rolle. Das alles sind strenge Vorgaben, die erreicht und erhalten werden müssen, um mit dem renommierten ICW-Wundsiegel ausgezeichnet zu werden.

 

Bildunterzeile:
Das Team der Chirurgie im MVZ freut sich über die Auszeichnung der Wundambulanz
v.l.: Olga Rud, Rebecca Wieczorek, Dr. Iris Schumacher, Svenja Karges

 

* Alle Bezeichnungen richten sich an alle Geschlechter

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